Visionen und Realismus

“Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen”, sagte einst Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Um ein Unternehmen zu gründen, braucht man allerdings eine Vision – andernfalls verliert man die persönlichen Ziele und den unbedingten Willen dorthin zu gelangen aus den Augen. Die Vision schliesst  eine gehörige Portion Realismus nicht aus: die beiden passen meiner Ansicht nach sogar gut zusammen.

Wer schon Unternehmen gegründet hat,  kennt das: eine Idee, oft im Spaß und Überschwang geboren, wird von den Gründern immer heißer diskutiert – und dabei werden meist 2 klassische Fehler begangen:

1. Wunschdenken und Vermeidung kognitiver Assoziationen:  Je besser den Gründern eine Idee gefällt, desto mehr Argumente für das Gelingen dieser Idee werden angeführt – und für fast alle Ideen lassen sich extrem viele “Beweise” finden, warum gerade diese Ideen gute sein sollen. Wichtig ist, dass einige der Gründer die Rolle des advocatus diaboli einnehmen, die gemeinsamen Überlegungen hinterfragen. Vertretet die Gegenmeinung! Versucht, soviele Gegenargumente wie möglich zu finden!

2. Induktion: Die Gründer schließen aus beobachteten Phänomenen – z.B. “meine Freunde wechseln alle von StudiVZ zu Facebook” – auf eine allgemeine Erkenntnis – in diesem Fall: “StudiVZ ist tot”. Ob dem so ist, müsste man vernünftig untersuchen – jedenfalls kann man das keines falls so simpel ableiten. Macht eine ordentliche Recherche! Befragt unterschiedliche Personen!

Die Vision vorneweg und ein Mindestmaß an Realismus in der Umsetzung seiner Vision – das ist eine gute Mischung!

KMR

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