Viel Raum für Neues

Immer wieder erfahren Manager, dass sie ihre Ideen in ihren Unternehmen nicht umsetzen können: entweder erkennen ihre Chefs nicht die sich bietenden Gelegenheiten (bzw. sie wollen es nicht erkennen) oder die Rahmenbedingungen sind nicht geeignet: das Unternehmen ist zu groß, zu unbeweglich, Entscheidungswege sind zu lang, etc.

Hier bieten sich ideale Möglichkeiten zur Ausgründung, zur Umsetzung der Ideen auf eigene Faust. Die Bedingungen für eine Gründung sind ideal:

1. Das eigene (große) Unternehmen wird nicht zum Wettbewerber – aus den o.g Gründen. Vielleicht kann man den ehemaligen Arbeitgeber sogar als (ersten) Kunden gewinnen.
2. Der Manager verfügt über erstklassige Branchenkenntnisse und vermutlich über ein exzellentes Netzwerk.
3. Geldgeber sind eher bereit in Branchenkenner zu investieren, als in Neulinge.

Im Optimalfall ist das Unternehmen bereit, Anschubfinanzierung zu leisten – entweder in Form von Aufträgen (als Kunde), Kreditbürgschaften, oder durch ein Investment des Venture Capital Arms, über den größere Unternehmen oft verfügen.

Kommt Dir die Situation bekannt vor? Bist Du ein Manager mit einer guten Idee? Dann packe die Gelegenheit am Schopfe!

KMR

3 thoughts on “Viel Raum für Neues

  1. Martin, klar gibt es zahlreiche Fallstricke. So richtig glücklich kann sich wohl nur schätzen, wer sich einen längeren Ausstieg aus einer Festanstellung leisten kann.

    Aber: Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich im den meisten Fällen lohnt, frühzeitig mit dem Vorgesetzten zu sprechen. Dort das Vorhaben schildern, die Gründe vermitteln und einen konkreten Weg vorschlagen. Wie könnte ein Ausstiegs- und Übergangsszenario für den Arbeitgeber aussehen? Idealerweise tatsächlich so, wie Michael schrieb, dass der bisherige Arbeitgeber der erste Kunde wird.

    Basierend auf der Ankündigung einer Gründung kann der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag keinesfalls kündigen. Also bestens vorbereitet das frühe Gespräch suchen!

  2. Nun, schön wär’s. Praktisch ist es aber viel leichter gesagt als getan.

    Leider ist auch die beste Idee alleine viel zu wenig, um sofort den aktuellen Job zu kündingen und sich ins ungewisse Projekt zu stürzen, da normalerweise jedes Projekt eine zeitlang braucht, bis es Profite bringen kann.

    Bis dahin werden aber weiterhin monatlich die Rechnungen kommen und irgendwann ist das ‘beiseite gelegte Kleingeld’ alle und zu diesem Zeitpunkt investiert in so ein Projekt niemand, da einfach noch viel zu wenig da ist und eine Bank borgt dir da eher Geld für den ‘Atombunkerausbau’ in deinem Garten als für einen ‘StartUp’…

    Die Option mit ‘na dann also zuerst Sparen’ besteht ebenfalls nicht – dafür dreht sich die Welt bereits viel zu schnell.

    Also dann die Option – weiterhackeln und bebenbei langsam Unternehmen aufbauen. Schön wär’s!

    Früher oder später, aber spätestens zum Zeitpunkt der ersten Geldflüsse, wirst du ein (offizielles) Unternehmen brauchen, ob schon eine OG (OGH), KG (KEG) oder GmbH, egal.

    Da jeder Arbeitgeber äußerst daran interessiert ist deine Leistung optimalst zu nutzen, steht heutzutage in jedem Vertrag ein expliziter Nebenbeschäftigungsverbot mit Entlassungsberechtigung. Bei Managerverträgen doppelt so streng.

    Somit kannst schon mal nirgends deinen Namen hinsetzen, weil du damit automatisch deinem aktuellen Arbeitgeber einen Entlassungsgrund servierst, optional mit Zurückzahlung deiner Gehälter über Jahre zurück, wenn man es erst später rausfindet.

    Du kannst natürlich deinen Arbeitgeber um schriftliche Legalisierung dieser deiner Tätigkeit ersuchen, natürlich, die wirst du aber aus oben genannten Gründen nicht bekommen.

    Optional kannst einen Strohmann suchen, der dafür die Gesellschaft unter seinen Namen gründen wird, um dich still zu beteiligen, das Problem dabei ist – abgesehen schon mal von der Suche nach so einer geeigneten Person – die meisten GBRs berechtigen nicht nur zur Mitarbeit sondern verpflichten alle Teilnehmer auch zu dieser, was im Handumdrehen wieder die Option der stillen Beteiligung zunichte macht.

    Und weitergeht’s.

    Damit ein Branchenkenner auch weiterhin ein Branchenkenner bleibt und akzeptiert wird, wird er wohl was in seiner Branche unternehmen ‘wollen’, in der er aber wohl auch bereits arbeitet, weil das macht ihn ja zum Branchenkenner, und als solcher wird seine Idee wohl auch aus dieser Branche sein, wo sein Arbetgeber bereits tätig ist.

    Damit wird er automatisch zum ‘Mitbewerber’ seines aktuellen Arbeitgebers, was in jedem aktuellen Vertrag ein gültiger Entlassungsgrund ist, mit Branchentätigkeitsverbot über mehrere Jahre in Folge…

    Am Ende setzt jeder auf die Sicherheit des aktuellen Jobs und Gehalts und bleibt dort wo er ist…

    Zusammengefasst – theoretisch leicht denkbar, praktisch mehr oder weniger kaum machbar.

  3. Pingback: Anonymous

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Proudly powered by WordPress
Theme: Esquire by Matthew Buchanan.