Keine Angst vor Fehlentscheidungen

Oft stehen wir vor Entscheidungen, die wir als schwierig und deren Tragweite wir als weitreichend einschätzen. Sobald wir uns dieser Relevanz bewusst werden, beginnen wir zu zögern, vorsichtig zu werden und in vielen Fällen die Entscheidung hinauszuzögern oder uns gar ganz vor ihr zu drücken.

Das Erstaunliche an getroffenen Entscheidungen ist, dass wir nur in seltenen Fällen wissen, ob es sich um richtige oder falsche Entscheidungen handelt: denn oft können wir uns nur für eine Option entscheiden und kennen die Auswirkungen der alternativen Entscheidung gar nicht.

Zudem neigen wir zur Überzeugung, mit einer ausreichenden Vorbereitung schon die “richtige” Entscheidung treffen zu können. Auch hier geben wir uns einer schönen Illusion hin.

Ein Beispiel: Wenn Du verheiratet bist, bist Du womöglich der Ansicht, die bestmögliche Partnerin fürs Leben gefunden zu haben (so, wie es seinerzeit Loriot auch gelang: “Die beste Ehefrau von allen”). Aber: kennst Du denn alle anderen Frauen und darfst Dir daher dieses Urteil anmassen? Nein.
Das heisst aber noch lange nicht, dass Ihr nicht ein Traumpaar seid – denn Eure Entscheidung füreinander kann einfach “gut genug” gewesen sein. Ihr bewertet damit Eure absolute Zufriedenheit, nicht eine relative, die sich in Partnerschaften mit Anderen ergäbe.

Zurück zum Thema: Entscheidungen kannst Du nur absolut bewerten – nur in den seltensten Fällen relativ zu ihren Alternativen. Denke daran, wenn Du das nächste Mal vor einer schwierigen Entscheidung stehst: frage Dich, ob Du mit einer der Alternativen gut leben kannst – und dann wähle diese aus.

KMR

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