The man in the arena

Michael Arrington verweist heute in seinem lesenswerten Beitrag zur medialen Rezeption des Wechsels von Marissa Mayer zu Yahoo und der unternehmerischen Aktivitäten des Digg-Gründers Kevin Rose auf ein Zitat aus einer Rede Theodore Roosevelts, die er 1910 an der Sorbonne in Paris hielt.

It is not the critic who counts; not the man who points out how the strong man stumbles, or where the doer of deeds could have done them better. The credit belongs to the man who is actually in the arena, whose face is marred by dust and sweat and blood; who strives valiantly; who errs, who comes short again and again, because there is no effort without error and shortcoming; but who does actually strive to do the deeds; who knows great enthusiasms, the great devotions; who spends himself in a worthy cause; who at the best knows in the end the triumph of high achievement, and who at the worst, if he fails, at least fails while daring greatly, so that his place shall never be with those cold and timid souls who neither know victory nor defeat.

Man kann es nicht besser formulieren. Häufig, wenn in den Medien über die (Miss-)Erfolge bekannter Unternehmer, Gründer und Manager berichtet wird, geschieht dies in einem wissenden, belehrenden Ton, der den handelnden Personen nur selten gerecht wird: es ist ein grosser Unterschied, ob ich dem Treiben von der Seitenlinie aus zusehe, oder selbst federführender Teil des Geschehens bin.

Klar – der Beobachter kann nicht in die Rolle des Handelnden selbst schlüpfen, so wie ein Trainer nicht so gut sein muss wie der Trainierte. Aber eine aufgeklärte seriöse Berichterstattung berücksichtigt die unterschiedliche Perspektive: sie versetzt sich in den Handelnden hinein und nimmt das Geschehen aus seiner Perspektive wahr. In den meisten Fällen ist es sowieso viel komplexer, als es über die Medien beim Leser oder Zuschauer ankommt.

Daher der Appell an Journalisten und Blogger: versucht, diesen Perspektivenwechsel durchzuführen. Der Leser bzw. Zuschauer wird es Euch danken!

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