Boston Design Museum – Gründung eines Non-Profit Start-up

Ein Museum gründen? Das ist sicher eine der letzten Ideen, die Dir in den Sinn kommen, wenn es um Deine nächste Geschäftsidee geht. Für Sam Aquillano und Derek Cascio war die Gründung des Design Museum Boston allerdings eine logische Konsequenz aus ihren Interessen und einer sich bietenden Gelegenheit.

Design Museum Boston

Die Start-up Story des Design Museum Boston ist eine Kombination aus Leidenschaft, Erkennen von Gelegenheiten und zupackendem Handelns. Wie Sam beschreibt, sind er und sein Partner Derek Design-Freaks. Design ist für sie ein Prozess, um die Zukunft zu erkennen: jede neue Idee, jedes neue Produkt sollte in ein Design übersetzt werden, um von Menschen beurteilt werden zu können. Im Kleinen kennt jeder von uns das Szenario: wir sprechen im kleinen Kreis über eine neue Idee. Erst nachdem die Idee zu Papier gebracht wurde – als Text oder Scribble – erkennen alle Teilnehmer ob sie das Gleiche meinten und ob sie von diesem Ergebnis immer noch so überzeugt sind, wie von ihrer ursprünglichen Idee. Design beginnt also nicht erst in seiner Ausprägung in den unterschiedlichen Anwendungsgebieten (z.B. ein Layout in der Werbung), sondern bildet den Rahmen eines ganzheitlichen Prozesses, an dessen Ende eine neue Erkenntnis steht.

Im Jahr 2009 fiel Sam und Derek die plötzliche Erfolg von Pop-Up Stores auf: lokalen Geschäften, die für begrenzte Zeit eröffnet wurden. Die Idee hinter Pop-Up Stores ist die interessante Kombination aus günstigen Ladenmieten aufgrund hoher Leerstände, die Möglichkeit zur Beschränkung auf eine rudimentäre Ausstattung im Sinne eines Outlets und die durch die befristete Öffnungszeit entstehende Knappheit des Angebots, die für Begehrlichkeit unter potentiellen Kunden sorgt. Der entscheidender Faktor allerdings, der letztlich zum Entstehen des Design Museum Boston führte, ist die Tatsache, dass Leerstände regelmässig in Bestlagen entstehen; dort also, wo sich bereits viel Menschen tummeln.

Dieser Aspekt – verknüpft mit dem Wunsch, vielen Menschen das Thema Design näherzubringen, bedeutete die Geburtsstunde eines Museums, das nicht in einem zentralen Gebäude stattfindet, sondern dezentral auf befristete Zeit an unterschiedlichen hochfrequentierten Orten. So befinden sich die Standorte des Design Museums Boston in Einkaufszentren und belebten Innenstadtlagen. Eine Übersicht des Gesamtangebots an Events gibt es auf der Website.

Uns gefällt diese Start-up Geschichte sehr gut, weil die beiden Gründer auf Basis ihrer Leidenschaft zu einem Thema eine günstige Gelegenheit am Schopfe ergreifen und daraus ziemlich clever ein Produkt bauen, das – trotz seiner Innovativität – allen Menschen begrifflich bekannt ist: ein Museum. Wenn Ihr weitere Stories dieser Art kennt oder Eure eigene Start-up Geschichte mit uns teilen möchtet, schreibt uns an!

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