Erfolg im iTunes App Store

Heute erklärte der Gründer der Fitness App FitFu, Jof Arnold, die App nicht mehr weiterzuentwickeln, aus dem App Store zu nehmen und das soziale Netzwerk zu schliessen. Der Betrieb des Netzwerks, in dem sich Sportfreunde miteinander bei ihren täglichen Fitnessübungen messen können, rechnet sich laut seiner Aussage nicht.

app sales

Wörtlich meint Arnold: “but the App Store is not forgiving; even being at the top of Health and Fitness, assuming that can be sustained, is not such a good income” - also nicht einmal eine dauerhaft eigenommene Spitzenposition in der App Store Kategorie Gesundheit und Fitness reiche aus, um die App profitabel zu betreiben.

Wir sind hinsichtlich dieser Aussage skeptisch: Bekanntermassen variieren Downloads in den Top 10 Rangplätzen zwischen unterschiedlichen App Store Kategorien und auch saisonal stark, aber dass ein “Top Platz” nicht ausreichen soll, um eine App profitabel zu betreiben, halten wir weniger für ein App Store Problem als für mangelhafte Monetarisierung auf Seiten des App Publishers. Uns sind neben den hinreichend berühmten Superstar Apps einige Apps bekannt, die ihre Herausgeber sehr wohlhabend gemacht und den Aufbau und Betrieb eines florierenden Geschäfts ermöglicht haben.

Bei näherem Hinsehen ist auch fraglich, wo Arnold die Top Platzierung von FitFu gesehen hat – zumindest im Jahr 2012 ist die App über den Platz 25 nicht hinausgekommen.

FitFu app rankings

Wie dem auch sei – gerade der Aufbau und Betrieb eines sozialen Netzwerks – auch wenn es ein vertikales ist, also nur Gleichgesinnte in einem bestimmten Themengebiet zusammenbringt – oftmals eine deutlich grössere Herausforderung, als das Thema selbst bei den Nutzern bekanntzumachen und genügend Downloads zu erzielen. Die hierfür zu veranschlagenden Kosten werden – seitdem es Soziale Netzwerke gibt – nicht nur von Unternehmensgründern, sondern auch von etablierten Unternehmen gründlich unterschätzt. Gut möglich, dass allein eine zu hohe Kostenbasis für das Einstellen von FitFu verantwortlich ist. Den Grund auf den im App Store erzielbaren Umsatz zu schieben, halten wir jedenfalls für verkürzt. Vielleicht ist die FitFu Erfahrung eine Warnung an alle App Publisher, sich den Aufbau einer Community gut zu überlegen.

Wenn ein Leser dieses Beitrags einen ähnlichen Fall selbst erlebt hat oder kennt, sind wir um Infos dazu dankbar. Gern würden wir dem Thema Umsatz/Kosten-Verhältnis im App Store auf den Grund gehen.

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