Key Success Factor #1: Elevator Pitch!

Ich bin immer wieder überrascht, wie wenige Gründer ihr Unternehmen/Produkt in 30-60 Sekunden erklären können – Arbeite daran, dass du in wenigen Worten erklären kannst, worum’s geht! Dazu sind hochtrabende, visionäre Worthülsen meist kontraproduktiv, es geht darum, dass Otto Normalverbraucher = Kunde/Investor/Bank/Mitarbeiter dich versteht.

Schriftlich gilt das gleiche  (am besten kenne ich hier die Investorenperspektive): Wer es nicht schafft, in den ersten 3 Sätzen das Unternehmen/Produkt verständlich zu machen, kommt in den seltensten Fällen in die nächste Runde.

SK

Fehler machen

Ihr kennt die weisen Sprüche über das Fehler machen. Ohne diese wiederholen zu wollen, sei doch eines gesagt – denn es kann nicht oft genug laut ausgesprochen werden:

Jeder macht Fehler. Niemand kennt die Zukunft. Jede Arbeit, die sich mit der Zukunft beschäftigt – insbesondere Geschäftspläne – sind nahezu immer falsch. Alle längerfristigen Prognosen liegen mindestens 20-30% neben der Realität (und das reicht locker aus, um in Geschäftsplänen über Erfolg bzw. Misserfolg zu entscheiden).

Der beste Umgang mit Fehlern aus meiner Sicht ist: bei Erkennen eines Fehlers
- diesen schnellstmöglich beheben
- ihn anderen gegenüber als solchen kommunizieren (“zugeben”) und sie gegebenenfalls um ihre Mithilfe bei der Behebung bitten sowie
- ihn genau zu beschreiben, nicht zu vergessen und nach Möglichkeit nicht zu wiederholen.

Das Geheimnis des Fehlermachens besteht darin, es nicht vermeiden zu wollen.

KMR

Viel Raum für Neues

Immer wieder erfahren Manager, dass sie ihre Ideen in ihren Unternehmen nicht umsetzen können: entweder erkennen ihre Chefs nicht die sich bietenden Gelegenheiten (bzw. sie wollen es nicht erkennen) oder die Rahmenbedingungen sind nicht geeignet: das Unternehmen ist zu groß, zu unbeweglich, Entscheidungswege sind zu lang, etc.

Hier bieten sich ideale Möglichkeiten zur Ausgründung, zur Umsetzung der Ideen auf eigene Faust. Die Bedingungen für eine Gründung sind ideal:

1. Das eigene (große) Unternehmen wird nicht zum Wettbewerber – aus den o.g Gründen. Vielleicht kann man den ehemaligen Arbeitgeber sogar als (ersten) Kunden gewinnen.
2. Der Manager verfügt über erstklassige Branchenkenntnisse und vermutlich über ein exzellentes Netzwerk.
3. Geldgeber sind eher bereit in Branchenkenner zu investieren, als in Neulinge.

Im Optimalfall ist das Unternehmen bereit, Anschubfinanzierung zu leisten – entweder in Form von Aufträgen (als Kunde), Kreditbürgschaften, oder durch ein Investment des Venture Capital Arms, über den größere Unternehmen oft verfügen.

Kommt Dir die Situation bekannt vor? Bist Du ein Manager mit einer guten Idee? Dann packe die Gelegenheit am Schopfe!

KMR

Reagieren, antworten, selber machen

Große Unternehmen reagieren auf die Vorstöße ihrer Konkurrenten so wie der Patient auf das Hammerklopfen des Arztes auf sein Knie mit Austreten reagiert. Im schlechtesten Falle werden Wettbewerber verklagt, um damit eine einmal geschaffene Position abzusichern. Eine Reaktion ist ein automatischer, emotionaler Prozess.

(Durchdachte) Antworten auf Veränderungen im Markt zu finden, ist eine Spur anspruchsvoller. Man benötigt dazu neben einem Mindestmaß an rationaler Intelligenz oft bereits ausgearbeitete Szenarien, um schnell und effektiv handeln zu können.

Die Königsdisziplin allerdings ist die Eigeninitiative, das Selbermachen. In einer Welt, in der Risiken nach Möglichkeit ausgeschlossen, Veränderungen mit Argwohn und Widerstand begegnet und Altbewährtes hochgehalten wird, hat der Regelbrecher, der Kreative einen schweren Stand. Die Überzeugung der Musikindustrie, mit dem alten Geschäftsmodell des Verkaufs von CDs oder Downloads zu überleben, spricht Bände.

Wer selber macht, muss externe und interne (schaffe ich das?) Widerstände überwinden. Aber nur er/sie Dinge bewegen, verändern und Werte schaffen können.

KMR

Idee und Umsetzung

Es gibt keinen Mangel an Ideen – was oft fehlt, ist der Wille zur Umsetzung. Nicht die beste Idee gewinnt, sondern diejenige, die mit der größten Tatkraft umgesetzt wird: der ehemalige Standard für Videocassetten VHS oder die Software von Microsoft sind gute Beispiele für im Markt äußerst erfolgreiche aber technisch mittelmäßige Produkte.

Also: Wenn Du meinst, genug Power zur Umsetzung Deiner Idee zu haben, fange heute damit an!

KMR

Neues auf idee.vc: Handwerkszeug

Konkrete Hilfestellungen bei der Umsetzung täglicher Probleme ist das, was Ihr als Gründer am besten gebrauchen könnt. Um Euch in den individuellen Aspekten der Gründung besser helfen zu können, werden wir in der Kategorie Handwerkszeug ab September in loser Folge Beiträge von Gastautoren veröffentlichen: Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten wie Marketing, Vertrieb, SEO, Finanzierung, Recht, etc. geben konkrete Tipps und Tricks für Unternehmensgründer.

Wir hoffen, dass Euch die Gastbeiträge helfen und sind gespannt auf Euer Feedback!

SK + KMR

Die ersten Angestellen sind keine Angestellten

…sondern auch Unternehmer!

Suche Dir Mitarbeiter die an Deine Vision und Dein Unternehmen glauben und auch selbst bereit sind, den “Extra-Schritt” zu gehen. Die Mitarbeiter der ersten Stunde haben weniger Jobsicherheit, weniger Gehalt, weniger Reputation – darfür werden sie mehr und spannendere Erfahrungen machen als in jedem anderen Job! Suche Dir Unternehmertypen, die genau das brauchen!

SK

Die meisten Leute

Die meisten Leute finden Deine Idee seltsam. Die meisten Leute würden Dein Produkt nicht kaufen. Die meisten Leute favorisieren sichere Jobs. Die meisten Leute essen gern das, was sie kennen. Die meisten Leute fürchten sich vor Veränderungen.

Du bist nicht die meisten Leute. Anstatt ein Produkt oder eine Dienstleistung für die meisten Leute zu kreieren, baue etwas für eine klar definierte – auch gern kleine – Gruppe von Menschen. Modelliere Dein Produkt so, dass Du diese kleine Gruppe zu begeisterten Anhängern machst, zu Fans. Eine sehr starke kleine Gruppe von wahren Fans ist viel wichtiger für Dich als eine breite Masse von angesprochenen schwach interessierten Menschen.

Aus einer kleinen Kernzielgruppe von Fans kannst Du Mitstreiter für Deine Sache gewinnen: Multiplikatoren Deiner Botschaften. Daher konzentriere Dich darauf, diese Kerngruppe anzusprechen, zu begeistern und zu formen.

KMR

Manager vs Unternehmer

Die meisten Menschen sind keine Unternehmer. Das ist zum einen historisch begründbar – die industrielle Revolution brachte uns die Fabriken und damit die Möglichkeit, ohne eigenes Risiko handelnd nach den Befehlen des Vorgesetzten Geld zu verdienen – zum anderen liegt es im Wesen des Menschen, Stabilität und Sicherheit zu suchen. Wir wollen das Fehlen von Verantwortung, das uns ein Job bieten kann.

Im heutigen Indien ist der Traumjob Regierungsbeamter: neben klimatisierten Büros, guter Bezahlung und gleichförmiger Arbeit muss man nicht selbst die Initiative ergreifen. In Ländern westlicher Prägung suchen die meisten Menschen Jobs in Großunternehmen – und die karrierebewussten beginnen bei einer Unternehmensberatung. In beiden Fällen besteht der sicherste Weg die Karriereleiter hinauf darin, die Anordnungen und Wünsche der Vorgesetzten möglichst gut umzusetzen. In seltenen Fällen gibt es Manager, die eigeninitiativ handeln oder die Traditionen und Gesetze ihrer Organisationen brechen. Die machen sich meist selbständig.

Vermutlich ist es für das Funktionieren einer Volkswirtschaft notwendig, dass die meisten Menschen risikoarm in Organisationen Aufgaben abarbeiten, während eine Minderheit auf eigenes Risiko versucht, Neues zu schaffen.

Frage Dich, welche Aussicht Dir mehr behagt: Sicherheit oder Risiko?

KMR

Input vs Output

Die meisten Menschen gehen einem Beruf nach. Sie werden dafür bezahlt, meist für die Zeit, die sie einsetzen. Diese inputorientierte Perspektive wechselt beim Unternehmer in eine outputorientierte: für den Selbständigen zählt nur, was hinten herauskommt, was unter dem Strich als Ergebnis übrigbleibt.

Unabhängig von der eingesetzten Zeit, von getätigten Investitionen, von allen eingebrachten Mühen: “entscheidend ist aufm Platz” – wie der unvergessene Alfred “Adi” Preissler formulierte. Wenn Du mehr Umsatz machst als Du Kosten hast, kannst Du Dir ein Gehalt genehmigen – sonst nicht. Mit dieser unbedingten Ergebnisorientierung musst Du leben können.

KMR

Überzeugungstäter

Langfristig mit hoher Intensität kannst Du nur eine Idee verfolgen, an die Du wirklich glaubst, von der Du hundertprozentig überzeugt bist. Viele Geschäftsideen basieren allerdings nur auf vermeintlichen Gelegenheiten, wie beispielsweise der Tatsache, dass in bestimmten Phasen spezifische Modelle “angesagt” sind und die VCs gerade in diese Start-ups investieren.

Sollte Deine Geschäftsidee auf einem dieser opportunistischen Ansätze beruhen, überlege Dir, ob Du auch selbst hinter dem Modell stehen kannst, ob Du selbst völlig davon überzeugt bist. Wenn nicht – wenn Du es machst, weil es “in” ist, lass es! Wahrscheinlich wirst Du Geldgeber nicht überzeugen können – und wenn doch, dann wirst Du schnell die Lust an Deinem Unternehmen verlieren.

Du musst von Deiner Idee überzeugt sein!

KMR

Bin ich ein Unternehmer?

Es gibt eine Menge an wissenschaftlicher Lektüre über das, was den Unternehmer ausmacht: einige Erklärungsansätze stellen genetische Voraussetzungen in den Mittelpunkt, d.h. vereinfacht: wenn Deine Eltern bzw. Grosseltern selbständig waren, wirst Du es auch. Andere sehen Dein soziales Umfeld als entscheidendes Element für die Entscheidung pro/contra Unternehmensgründung.

Im Grunde ist es ganz einfach: Du kannst ein Unternehmen gründen, wenn Du bereit bist, mehr und härter als andere zu arbeiten – auf die Gefahr hin, weniger bis gar nichts zu verdienen. Zugegeben – das hört sich nicht gerade vielversprechend an, ist aber realistisch: die allermeisten Unternehmer verdienen vergleichsweise wenig Geld und leiden regelmäßig unter Existenzsorgen. Wenn Du Dein Studium gerade abgeschlossen hast und keine Familie ernähren musst – kümmert Dich das wenig. Daher ist das auch der ideale Zeitpunkt, um das erste Unternehmen zu gründen. Wenn es nicht funktioniert, kannst Du immer noch Deine Karriere als Manager starten. Musst Du dagegen Kinder ernähren, solltest Du sehr belastbar und stressresistent sein, wenn Du ein festes monatliches Gehalt gegen eine potentielle Gesellschafter-Entnahme eintauschen willst.

Warum ist das Unternehmerdasein dennoch für viele so reizvoll? Hauptsächlich aus zwei Gründen:
1. Du bist Dein eigener Chef. Niemand (außer Kunden und Bankern / VCs) macht Dir Vorschriften.
2. Wenn es gut läuft, kannst Du Reich werden.

Kurzum: hartgesottene, belastbare, risikofreudige und kreative Menschen können Unternehmer werden. Die anderen sollten es sein lassen.

KMR

Business Plan

Es gibt hunderte Varianten von Geschäftsplänen, mehr oder weniger aufwendig und sinnvoll strukturiert. Ein Business Plan hat grundsätzlich zwei Aufgaben:

1. Er soll Dir dazu dienen, Dein Geschäftsmodell zu durchdenken, es zu strukturieren und im Zeitablauf darzustellen.
2. Er soll Dritten Dein Geschäftsmodell anschaulich und nachvollziehbar erläutern.

Wenn Du Dir diese beiden Punkte vergegenwärtigst, ist das Erstellen eines Business Plans ziemlich simpel: Nimm Dir einfach diejenige der im Internet angebotenen Vorlagen, die die beiden Aspekte am besten berücksichtigt und modifiziere sie nach Deinen Bedürfnissen. Lasse Unverständliches weg und füge nur wirklich Wichtiges hinzu. Am Ende hast Du eine textliche Beschreibung Deines Geschäftsmodells mit den Elementen Markt, Wettbewerb, Chancen und Risiken sowie eine Tabelle mit geplanten Umsätzen, Kosten und Ergebnissen.

Denke immer daran: kein VC glaubt an den Plan, den Du ihm vorlegst, denn zum einen kennt niemand die Zukunft und zum anderen schätzt Du als Unternehmer Deine Geschäftsidee viel zu positiv ein. Ein Plan zeigt lediglich, wie realistisch Du mit Deiner Zukunft umgehst.

KMR

Ecken und Kanten

Nobody is perfect – aber alle wollen es gern sein – so scheint es zumindest oft. Wenn Du Dich auf Deine Investorengespräche vorbereitest, willst Du Dich und Dein Projekt von der besten Seite zeigen. Aber dann nimm das auch wörtlich: Zeige Deine beste Seite – versuche jedoch nicht, jemand zu sein, der Du nicht bist. Gehe offen mit Deinen Stärken und Schwächen um!

Zum einen sind Venture Capitalists es gewohnt, dass man ihnen etwas vorspielt. Zum anderen suchen die meisten unter ihnen keine blendenden Saubermänner/frauen, sondern Menschen, auf die sie sich verlassen können, die authentisch sind. Habe daher keine Bedenken, Dein Ecken und Kanten zu zeigen. Deine Persönlichkeit zählt.

KMR

Größenwahn hilft, Zufriedenheit schadet!

Mittelmaß gibt es überall – als Gründer solltest Du Dich mit den Besten vergleichen und darauf abzielen, diese zu überholen. Sobald Du zufrieden mit dem Erreichten bist, kommt von links der nächste und überholt dich… setzt Dir also hohe Ziele!

SK

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