Vision

A vision without execution is a hallucination.

Hartnäckig bei der Vision, flexibel in den Details

Verfolge hartnäckig Deine Vision, und zeige Dich flexibel in der konkreten Umsetzung Deines Geschäfts. Dieses von Amazon-Gründer Jeff Bezos ausgeliehenes Motto halte ich für eine der besten Unternehmer-Weisheiten überhaupt.

Im frühen Leben eines Start-ups sieht sich der Unternehmer vielen Kritikern gegenüber: diejenigen, die gar nicht an seine Idee glauben bzw. diese nicht verstehen. Dann diejenigen, die exakt begründen können, warum die Idee scheitern wird. Und noch viele andere mit weniger exakt zu definierenden “Abers” in der Tasche. (Damit will ich keinesfalls sagen, dass diese Kritiker per definitionem Unrecht haben – aber selbst in allen Fällen erfolgreicher Unternehmensgründungen gib/gab es diese Kritiker zuhauf.)

Ein Unternehmer muss stetige Kritik und negatives Feedback konstruktiv aufnehmen, d.h. diejenigen Aspekte in seiner Tagesarbeit berücksichtigen, die Verbesserungsvorschläge darstellen und seine Taktik entsprechend anpassen. Er sollte sich jedoch davor hüten, zu schnell an der Sache an sich oder gar sich selbst zu zweifeln – auch wenn anfängliche Erfolge ausbleiben. Die meisten Ideen und Vorhaben brauchen sehr viel länger, bis sich erkennbar Erfolg einstellt. Viele der heute sehr erfolgreichen Unternehmen standen in den frühen Phasen ihrer Existenz mehrfach am Rande des Ruins.

Daher gilt: sei unbeirrbar in der Verfolgung Deiner Vision – zeige jedoch die Bereitschaft, einzelne Aspekte Deines Geschäfts den Marktgegebenheiten anzupassen.

Passend hierzu sind die 5 Start-up Tips der Amen-Mitgründerin Caitlin Winner.

An wirklich gute Ideen glaubst nur Du selbst!

Je besser Deine Idee zur Unternehmensgründung ist, desto schlechter werden die Ratschläge sein, die Du von außen erhältst. Warum? Nun – zu Beginn weiss niemand, ob Deine Idee etwas taugt. Auch Du nicht ;-). Aber wenn Du auf etwas Großes gestoßen sein solltest, wird die Außenwelt dies nicht erkennen – sie wird mit Unverständnis reagieren und Dich womöglich belächeln ob dieser kruden Gedanken. Achtung: selbst Freunde oder gar Geschäftspartner sind kein gültiger Maßstab für die Bewertung einer Geschäftsidee.

Das heißt nicht, dass Du kein Feedback einholen solltest. Tue das unbedingt. Aber lass Dich nicht durch (oberflächliche) Kritik von Deinem Vorhaben abbringen. Und: wenn Du Testpersonen für Deine Idee suchst – dann am besten gerade nicht im Freundeskreis (zu subjektiv bzw. wohlgesonnen) oder bei Geschäftspartnern – sondern suche Dir Deine zukünftigen Kunden. Wenn Du die überzeugen kannst, mach weiter!

KMR

Visionen und Realismus

“Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen”, sagte einst Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Um ein Unternehmen zu gründen, braucht man allerdings eine Vision – andernfalls verliert man die persönlichen Ziele und den unbedingten Willen dorthin zu gelangen aus den Augen. Die Vision schliesst  eine gehörige Portion Realismus nicht aus: die beiden passen meiner Ansicht nach sogar gut zusammen.

Wer schon Unternehmen gegründet hat,  kennt das: eine Idee, oft im Spaß und Überschwang geboren, wird von den Gründern immer heißer diskutiert – und dabei werden meist 2 klassische Fehler begangen:

1. Wunschdenken und Vermeidung kognitiver Assoziationen:  Je besser den Gründern eine Idee gefällt, desto mehr Argumente für das Gelingen dieser Idee werden angeführt – und für fast alle Ideen lassen sich extrem viele “Beweise” finden, warum gerade diese Ideen gute sein sollen. Wichtig ist, dass einige der Gründer die Rolle des advocatus diaboli einnehmen, die gemeinsamen Überlegungen hinterfragen. Vertretet die Gegenmeinung! Versucht, soviele Gegenargumente wie möglich zu finden!

2. Induktion: Die Gründer schließen aus beobachteten Phänomenen – z.B. “meine Freunde wechseln alle von StudiVZ zu Facebook” – auf eine allgemeine Erkenntnis – in diesem Fall: “StudiVZ ist tot”. Ob dem so ist, müsste man vernünftig untersuchen – jedenfalls kann man das keines falls so simpel ableiten. Macht eine ordentliche Recherche! Befragt unterschiedliche Personen!

Die Vision vorneweg und ein Mindestmaß an Realismus in der Umsetzung seiner Vision – das ist eine gute Mischung!

KMR

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