Strategie & Best Practices

Wenn Du an Deiner Strategie feilst und Dir ansiehst, was Deine Wettbewerber machen, ahme sie nicht einfach nach!

Best Practices, also die jeweils besten Anbieter Deiner Kategorie bzw. Deines Services oder Produkts, können das, was sie machen, sehr gut. Ihre Produkte und Services sind aber nicht zwingend exakt mit Deinen vergleichbar. Und wahrscheinlich sind sie auch nur die zur Zeit Besten ihres Faches, aber nicht zwingend die Lösung aller Probleme ihrer Kunden.

Ein simples Kopieren ihres Modells macht Dein Unternehmen nur so gut wie ihres. Wahrscheinlich sind die Best Practices aber bekannter als Dein eigenes Unternehmen – also bringt selbst das Anbieten derselben Lösung nicht viel: die Kunden werden Deinen Konkurrenten bevorzugen……solange, bis Du Dich ausreichend differenzierst und ein eigenständiges Produkt mit einem eigenen Charakter anbietest.

Eine gute Strategie bezieht den Wettbewerb in die Gestaltung des eigenen Produktes mit ein, verbleibt aber nicht bei einer simplen Kopie. Eine gute Strategie besteht darin, den Wettbewerb zu übertreffen, mit einer eigenen, unterscheidbaren Lösung. Sei mutig und gehe den eigenen Weg: Du wirst ausreichend viele Nutzer und Kunden finden, die Deine Lösung selbst der eines deutlich bekannteren Wettbewerbers vorziehen!

Kunde kommt vor Wettbewerb

Eine der ersten Fragen an einen Unternehmer lautet oft: Wer sind Deine wichtigsten Wettbewerber und wie differenzierst Du Dich ihnen gegenüber? Grundsätzlich ist die Beschäftigung mit dem Wettbewerb eine wichtige und sinnvolle Tätigkeit. Insbesondere dann, wenn man selbst als Player von seinem eigenen Wettbewerb wahrgenommen wird ;-)

Aber zuerst kommt der Kunde – und damit das Produkt. Bevor ich mich mit meinem Wettbewerb beschäftige, muss ich sicherstellen, dass ich ein sehr gutes Produkt habe und an wen ich es verkaufen will. Wenn ich meine Zielgruppe definiert habe, setze ich alles daran, diese Zielgruppe zu befriedigen. Und zwar nicht unbedingt mit Produktaspekten, die die Konkurrenz nicht anbietet, sondern mit solchen, die der Kunde haben will. Das kann dasselbe sein, muss es aber nicht!

Seht Euch den momentan herrschenden Patentstreit im Smartphone Markt an: Apple, Microsoft, Nokia, Motorola und andere bekämpfen sich gegenseitig und drohen dabei die Bedürfnisse ihrer Kunden aus den Augen zu verlieren. Nehmt Euch ein Beispiel an Jeff Bezoz, den Gründer von Amazon: “We are customer obsessed, not competition obsessed.”

Die meisten Leute

Die meisten Leute finden Deine Idee seltsam. Die meisten Leute würden Dein Produkt nicht kaufen. Die meisten Leute favorisieren sichere Jobs. Die meisten Leute essen gern das, was sie kennen. Die meisten Leute fürchten sich vor Veränderungen.

Du bist nicht die meisten Leute. Anstatt ein Produkt oder eine Dienstleistung für die meisten Leute zu kreieren, baue etwas für eine klar definierte – auch gern kleine – Gruppe von Menschen. Modelliere Dein Produkt so, dass Du diese kleine Gruppe zu begeisterten Anhängern machst, zu Fans. Eine sehr starke kleine Gruppe von wahren Fans ist viel wichtiger für Dich als eine breite Masse von angesprochenen schwach interessierten Menschen.

Aus einer kleinen Kernzielgruppe von Fans kannst Du Mitstreiter für Deine Sache gewinnen: Multiplikatoren Deiner Botschaften. Daher konzentriere Dich darauf, diese Kerngruppe anzusprechen, zu begeistern und zu formen.

KMR

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